Freiw. Feuerwehr

Mit Mitteln des Fördervereins der Feuerwehr Baustert wurden neue Rettungssets für unsere Atemschutzgeräte angeschafft. Sie stellen nicht nur eine weitere Verbesserung der Sicherheit für die Atemschutzgeräteträger selbst dar, sondern helfen auch, den Einsatz bei einer Personensuche, wie auch die Personenrettung zu beschleunigen und zu vereinfachen.

Die Rettungssets sind in einer stabilen Tasche an den Atemschutzgeräten untergebracht und an der Bebänderung befestigt. Inhalt der Taschen ist eine Bandschlinge mit Karabiner, ein Markierungsstift, eine Rettungsschere und ein 3D-Holzkeil.

 

Mit der Bandschlinge und dem Karabinerhaken ist es möglich, bewusstlose oder nicht mehr gehfähige, verletzte Personen relativ leicht zu zweit aus dem Gefahrenbereich zu ziehen. Sie werden mit der Bandschlinge eingebunden und mit je einem Retter auf jeder Seite über den Boden gezogen. Das ist vielleicht nicht sehr bequem für die zu rettende Person, aber sehr effektiv und schnell, und darauf kommt es in solchen Situation an.

 

Wird eine Person in einem brennenden Haus oder einer Wohnung mit mehreren Räumen vermisst, kommt der Markierungsstift zum Einsatz. In einem solchen Fall werden systematisch alle betroffenen Räume abgesucht. Dies geschieht, um schneller zu sein, in der Regel mit mehreren Trupps. Damit nun nicht einige Räume mehrmals abgesucht werden und andere gar nicht, wird die Tür der begangenen Räume mit dem Stift markiert. Die Stifte schreiben auf allen Materialien und sind wasserfest.

Zur Selbstrettung dient die Rettungsschere. Sie ist fest mit einem Gummiband an der Tasche befestigt und schneidet mühelos jede Leine und sogar dünnen Draht durch. Dabei kann sie mit einer Hand entnommen und bedient werden. Die Schere wurde 1996 nach einem tödlichen Unfall eines Kölner Kollegen bei vielen Feuerwehren angeschafft, um sich von festhängenden Feuerwehrleinen freischneiden zu können. Bei der VG wurden damals Messer eingeführt, die jedoch nur sehr schwer entnommen und nur mit 2 Händen bedient werden konnten.

Als letztes gehört ein 3D-Holzkeil zum aufkeilen von Türen zur Ausrüstung. Jeder Feuerwehrmann sollte einen Hartholzkeil in seiner Tasche immer mitführen. Zwar tragen die Atemschutzgeräteträger einen Gurt mit einem Feuerwehrbeil, dieses ist jedoch nicht zum aufkeilen gedacht, sonder als Werkzeug, was einem oftmals sehr wichtige Dienste leistet. 3D bedeutet, dass der Keil in 2 Ebenen geschnitten ist. Einmal für schmale Spalten, also sehr flach, und in der andere Ebene etwas steiler für breitere Spalten.

Die Anschaffungskosten belaufen sich auf etwa 400,-€.

Auch neue Arbeitshandschuhe sind vom Förderverein beschafft worden. Sie verfügen über mehr Schutz für den Träger, weil sie höhere Widerstandsklassen aufweisen und passgenauer sitzen. Hier liegen die Kosten ebenfalls bei etwa 400,-€.

Mit den Mitteln des Fördervereins werden immer wieder Anschaffungen, die die Sicherheit und Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehr steigern, getätigt. Von den Kommunen werden die Feuerwehren zwar mit den notwendigsten Sachen bestückt, dennoch besteht bei vielen Dingen Handlungsbedarf, um die Sicherheit und Effizienz zu steigern.

Vielen Dank an alle Spender und Helfer, die uns dahingehend unterstützen!

 

 

 

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