Kirche/Pfarrei

Am 28. Oktober konnten Pfarrverwaltungsratsvorsitzender Rudi Wagner und Ortsbürgermeister Udo Brück die neuen Info-Schilder für die Kita und unser Jugendheim anbringen. Damit sollten auch alle ortsunkundigen die Einrichtungen in unserer Dorfmitte jederzeit finden können. Wir hoffen, dass die neuen Schildern allen gefallen.

 

 

 

Am zweiten Donnerstag nach Pfingsten feiern wir das Fronleichnamsfest. Traditionell, wird das Allerheiligste in einer feierlichen Prozession auf die Straßen und zwischen die fahnengeschmückten Häuser hinausgetragen.

Bereits Tage vorher kündigt sich dieses Ereignis an. Frauen und Kinder beginnen die Blüten von Flieder, Klee und anderen farbigen Sträuchern, Hecken und Blumen zu sammeln.

Damit morgens zum Fronleichnamsfest auch alles rechtzeitig fertig ist, wird bereits am Vorabend mit dem Verlegen der kreativen Blumenteppiche und dem Aufstellen der Altäre begonnen. In jedem Jahr gibt es ein neue Ideen, die sich die zahlreichen Helfer einfallen lassen. Fotos:

1404 kappellenanstrich2 kToni Loscheider aus Hütterscheid hat in den letzten Wochen die Kapelle in Berghausen innen wie außen neu gestrichen. Nachdem die Feuerwehr dankenswerterweise die Reinigung der Außenfassade übernommen hatte, konnte mit den Malerarbeiten begonnen werden. Zuerst wurde der Außenanstrich von Toni Loscheider in Angriff genommen, bevor er sich innen ans Werk machte. Nicht nur ein schlichtes weiß, sondern eine Bordüre aus Lilien und ein christliches Symbol inmitten der Decke verschönern nunmehr deutlich sichtbar das Innere der Kapelle. Ebenso wurden die Tür neu gestrichen und die Figuren restauriert, da diese vom Ruß der Kerzen stark verschmutzt waren. Die Arbeiten haben sich mehr als gelohnt und haben Toni Loscheider sichtlich Spaß gemacht. Ein Spaziergang mit einem längeren Verweilen in der Kapelle lohnt sich nun noch mehr als vorher. Ortsbürgermeister Udo Brück dankte Toni Loscheider herzlich für die geleistete Arbeit, zu der er auch noch sein Sortiment an Farben kostenlos zur Verfügung stellte. Dieses Projekt

 

Der Pfarrverwaltungsrat und Dechant Klaus Bender laden zu einer Versammlung in die Pfarrkirche St. Maximin in Baustert für Donnerstag, 15. Mai 2014 um 20:00 Uhr ein. Hier wird über eine evtl. Anschaffung einer gebrauchten Pfeifenorgel aus der Kirche in Irrel informiert. Ein solches Vorhaben kann nur im Einklang mit den Pfarrangehörigen gelingen und daher sind alle Bürgerinnen und Bürger aus der Pfarrei Baustert herzlich eingeladen.

Zu der Pfarrei Baustert gehören außerdem die Dörfer Brimingen, Feilsdorf, Hisel, Hütterscheid und Mülbach. Dies sind mit Baustert die sechs Dörfer, die im Jahre 2011 auch die Dörfergemeinschaft "BBFHHM" gegründet haben.

Die Pfarrei selbst wird mittlerweile in der Pfarreiengemeinschaft von Rittersdorf aus verwaltet, wo sich auch das Pfarrbüro befindet. Die Pfarreiengemeinschaft umfasst weiterhin die Pfarreien  Bettingen (St. Maximin), Biersdorf am See (St. Martin), Rittersdorf (St. Martin), Oberweis (St. Remigius) und Wißmannsdorf (St. Martin und St. Rosa).

Die Pfarreiengemeinschaft hat selbst eine eigene Homepage. Weitere Infos siehe ==>dort

Die Geschichte von Baustert reicht urkundlich bis in das neunte Jahrhundert zurück. Im Jahre 893 bestätigt König Arnulf der Trierer Abtei St. Maximin Besitzungen in Bustatt. Die sprachliche Überlieferung des Ortsnamens, der 1140 Buchstatt heißt, lässt kaum einen Zweifel an einer frühen Ausbausiedlung der Karolinger­zeit, die wohl vom Prümtal ausgegangen ist.

Im Jahre 978 setzt die Abtei ihren Besitz in Buestedi - 12 Hufen und die basilica genannte Kirche - in einem Vertrag mit einem gewissen Udo und dessen Frau Gisela ein, nach deren Tod er an die Abtei St. Maximin zurück­fallen sollte. Hier liegt also die erste Erwähnung einer Kirche in Baustert vor.

Auf eine von der Trierer Abtei in dem ihr zugefallenen Ausbaugebiet errichtete Eigenkirche weist das Patrozinium des Abteipatrons St. Maximin wohl eindeutig hin. Ob die Kirche von Anfang an mit allen Pfarrechten - (d. h. auch mit dem Zehnt­recht) - ausgestattet oder ursprünglich dem Bezirk einer älteren Mutterkirche eingegliedert war und erst im Laufe der Zeit die volle Selbstständigkeit erhielt, kann aufgrund der erhaltenen Quellen nicht entschieden werden.

Der Maximiner Besitz ist zuletzt für das Jahr 1140 bezeugt. Das Urbar (Lager­buch, Güterbuch) erwähnt ihn zu Anfang des 13. Jahrhunderts nicht mehr, nennt aber die Kirche als Lehen an die Herren von Bettingen.

Wie die erste Kirche ausgesehen hat, lässt sich leider nicht mehr feststellen. Ansichten, Beschreibungen, auch Reste fehlen.

Im Visitationsbericht von 1570 werden lediglich 3 Altäre und 3 Kelche aufge­führt. Auch die der hl. Anna geweihte Kapelle der Filiale Huderschit (Hütter­scheid) wird hier genannt. Außer Hütterscheid gehören zum Pfarrbezirk die Siedlungen Brimingen, Feilsdorf, Mülbach und Olsdorf. Hisel kommt 1806 zu Baustert.

Im Jahre 1790 wird die Pfarrkirche von den Decimatoren (Zehntherren) neu gebaut. Der Chorraum der alten Kirche wird beibehalten und als Sakristei verwendet. Neben St. Maximinus als erstem Pfarrpatron werden der hl. Valentin und der hl. Pankratius als weitere Patrone verehrt. Auf einer alten Ansichtskarte ist diese Kirche als einfaches Langhaus mit einem Dachreiter als Glockenturm zu erkennen. Eine genaue Beschreibung über Baustil und Innenausstattung kann nicht gegeben werden. Wohl gibt es Forschungen jüngeren Datums, die das wertvolle Antependium des Hochaltares der Pfarr­kirche in Ittel - Darstellung des Luxemburger Gnadenbildes - unserer Kirche von vor 1790 zuordnen. Da die Kirche von Ittel 1791 neu gebaut wird, liegt die Vermutung nahe, dass die Zehntherren von Baustert das Kunstwerk ver­äußerten.

In den Jahren 1964/65, in der Amtszeit ihres Pfarrers Ernst Meffert, entschloß sich die Pfarrgemeinde, sie bis auf den Kirchturm abzureißen und durch ein modernes, größeres Gotteshaus zu ersetzen. Architekt Geimer, Trier wurde mit der Planung beauftragt.

Am Fest der Apostel Petrus und Paulus 1966 fand die Grundsteinlegung statt. Schon ein Jahr später - am 6. 7. 1967 - wurde zum erstenmal das hl. Messopfer von der Gemeinde in der neuen Kirche gefeiert.
Im Jahre 1901 wurde unsere Pfarrkirche nach den Plänen von Architekt Prof. Kleesattel, Düsseldorf nach Osten durch neue Querschiffe und ein neues Chor erweitert. Auch der heute noch stehende stattliche Glockenturm wurde damals gebaut. Die Kirche war im neuromanischen Baustil aufgeführt. Am 27. 6. 1903 wurde sie durch Bischof Michael Felix Korum konsekriert. Diese Kirche wurde in den letzten Monaten des zweiten Weltkrieges durch Beschuss stark beschä­digt.
Am 19. 8. 1973 fand die Konsekration der Kirche St. Maximin und des Altares durch Weihbischof Carl Schmidt statt. In das Reliquiengrab wurde eine Re­liquie des hl. Bekenners Simeon eingeschlossen, ebenso eine Reliquie aus dem alten Altar, deren Herkunft unbekannt ist.

Und so stellt sich dem Besucher die Kirche heute dar: Der Chorraum ist be­tont einfach gehalten. Der Altar trägt an seiner Stirnseite ein Relief aus der früheren Kirche. Es stammt aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts und zeigt die Grablegung Christi. Ober dem Altar befindet sich ein Hängekreuz mit Korpus, eine Treibarbeit aus Bronze und Silber, geschmückt mit Halbedel­steinen. Die Tabernakelstele ist aus Sandstein gehauen und mit Trauben­ornamenten umrankt. Hängekreuz, Stele, Ambo und Leuchter sind Arbeiten aus den Kunstwerkstätten Ars Liturgica Maria Laach. Die Front über der Em­pore beherrscht ein farbiges Fenster mit der Darstellung des Jüngsten Ge­richtes. Der Entwurf dazu sowie zu den Seitenfenstern mit den alttestament­lichen Motiven: Wasser aus dem Felsen und Manna vom Himmel stammen von H. Kurz aus Neunkirchen. Ausgeführt wurden sie von der Firma Kaschen­bach, Trier. im Vorraum der Kirche hat ein Friedhofskreuz von Holz aus dem 18. Jahrhundert seinen Platz gefunden. Der fast lebensgroße, derbe Kruzifixus vor dem schweren Kreuz ist von eindrucksvoller Wirkung. Anstelle des alten Harmoniums steht seit Mitte der 70er Jahre auf der Empore eine elektrische Orgel.

Im Laufe der Zeit war die Pfarrgemeinde immer wieder bereit, ihr Gotteshaus und den Gottesdienst würdig zu gestalten.

Mögen die Treue zur Kirche und der Geist der Operbereitschaft nie erlahmen. (entnommen aus "1000 Jahre Kirche Baustert")