Ortsportrait

In unserer Gemeinde wohnen knapp unter 500 Einwohner, die mit Hauptwohnsitz gemeldet sind. Personen, die nur mit Nebenwohnsitz gemeldet sind, erhöhen die Bevölkerungszahlen aber noch etwas.  Nachdem seit Beginn der 90erJahre des 20. Jahrhunderts Baustert den Sprung über die 500-Einwohner-Grenze geschafft hatte, sind die Einwohnerzahlen ab etwa 2010 kontinuierlich gesunken. Aktuell sind knapp 500 mit Haupt- und Nebenwohnung in Baustert gemeldet.

 

Die Bevölkerungsentwicklung der vergangenen knapp zweihundert Jahre stellt sich wie folgt dar:

Jahr
1815 1835
1871
1905
1939
1950
1961
1970
1987
1997
 2007 2009
2012
 Einw. 158
285
321
377
451
441
434
447
438
527
 523  499  478

 

Nachfolgend können Sie sich die aktuellen Einwohnerzahl abrufen:

 

http://www.ewois.de/Statistik/user/anzeigen.php?ags=0723202009


Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über die Altersstruktur: 
altersstruktur1
Seit 1973 wird beim Statistischen Landesamt auch die natürliche Bevölkerungsentwicklung erfasst:

bevölerungsbewegung

nat bev-bewegung

Von Dr. Karl-Heinz Weichert aus " 1000 Jahre Kirche Baustert":
Baustert liegt - naturräumlich gesehen - im Grenzbereich von Bitburger Gutland und Islek Vorland. Zum besseren Verständnis der naturräumlichen Gegebenheiten sollen das Bitburger Gutland und das Islek Vorland zunächst kurz skizziert werden, ehe auf Baustert und seine nähere Umgebung, die zum Mettendorfer Stufenländchen zählen, eingegangen wird.

Bitburger Gutland und Islek Vorland haben weitgehend den Charakter einer nach Süden abdachenden welligen Hochfläche (250-400 m ü. NN), in die sich die aus den höheren Lagen der Eifel kommenden linksseitigen Mosel­zuflüsse eingeschnitten haben. Damit werden diese Großnaturräume in meh­rere Nord-Süd verlaufende Teileinheiten zerlegt.

Geologisch bauen sich Bitburger Gutland und Islek Vorland aus mesozoischen (erdmittelalterlichen) Schichten auf, die als Ausläufer des Pariser Beckens von Südwesten her als Trier-Bitburger-Mulde tief in den devonischen (Erd­altertum) Gebirgsblock eingreifen. Umgeben von einem Buntsandsteinkranz sind bis ins Zentrum des Gutlandes alle Schichten der Trias (Bunt­sandstein, Muschelkalk, Keuper) und in der Ferschweiler Sandsteinhoch­fläche auch noch mächtige Ablagerungen des Unteren Jura vorhanden. Starke Erdbewegungen sind für die vielen Verwerfungen (z. B. oberhalb der Schule von Baustert) und Erdverschiebungen verantwortlich, die die ursprünglichen geologischen Schichtlagerungen zum Teil erheblich verändert haben.

Klimatisch ist der Raum als Übergangszone zwischen dem günstigen Wein­bauklima des Moseltales und dem rauhen Mittelgebirgsklima der höheren Eifel anzusehen. Die Jahresmitteltemperaturen liegen bei 8,5 Grad C, das Juli- Mittel bei 16,5 Grad C, die Niederschlagsmittelwerte erreichen 750 mm; sie schwanken zwischen den Tälern der Sauer und den höher gelegenen Regionen von 660 mm bis 890 mm. Bioklimatisch (d. h. Wirkung des Kli­mas auf den Menschen) zählen die tiefsten Taleinschnitte von Sauer und Prüm noch zur Belastungsstufe, während die mittleren und höheren Bereiche der Schonstufe, bzw. reizschwachen Zone (Raum Baustert) der Mittelge­birgsklimate angehören.

Die größten Teile dieses Raumes haben gute Böden und ein gutes Klima. Daraus resultieren günstige landwirtschaftliche Anbaubedingungen (siehe Name „Gutland"). Hierauf ist auch die relative Waldarmut zurückzuführen. Nur an den steilen Talflanken der Flüsse und den randlich gelegenen Sand­steinzonen (z. B. westlich Baustert) sind nennenswerte zuammenhängende Waldareale.

Der Nordwesten des Bitburger Gutlandes und des Islek Vorlandes wird naturräumlich als „Mettendorfer Stufenländchen" zusammengefasst, zu dem auch Baustert und Umgebung zählen. Auf Grund sehr starker Erdbewe­gungen (tektonischer Bewegungen) bis in die jüngsten geologischen Epochen hat sich hier ein abwechslungsreiches Relief herausgebildet, das neben einer unruhigen hügelig kuppigen Oberfläche eine ganze Reihe kleiner Schicht­stufen (z. B. bei Hisel, Olsdorf) aufweist. Die vielen Flüße und Bäche (z. B.
Baustertbach), die sich bis mehr als 150 m in das ca. 400 m ü. NN gelegene Mettendorfer Stufenländchen eingeschnitten haben, sind weiter bedeutende Gestalter des Reliefs.

Bedingt durch die tektonische Prägung des Raumes finden sich hier fast alle Schichten der Trias (vgl. Geologische Zeittafel). Vom Oberen Buntsand­stein am Nordwestrand (hier werden die Tone bei der Ziegelei Neuhaus abgebaut) reicht die geologische Palette über alle Schichten des Muschel­kalkes (hier liegen die Gemeinden Hisel, Brimingen und die höheren besie­deten Teile der Gemarkung Baustert) bis zum Oberen Keuper.

Ebenso wie die geologischen Verhältnisse variieren auch die Bodentypen stark. Auf den Tonen, Mergeln, Kalksteinen, Kalksandsteinen und Dolomiten haben sich vorwiegend lößdurchsetzte Braunerden und Rendzinen (Böden auf Kalksteinen) herausgebildet; daneben gibt es aber auch Lehm- und reine Tonböden. Je nach Mächtigkeit der Verwitterungsdecke bzw. Erosions­gefährdung der hügeligen Bereiche ist der Gesteinsanteil stellenweise sehr hoch.

Die im allgemeinen recht fruchtbaren Böden sind neben dem günstigen Klima Grundlage für den vorherrschenden Ackerbau, wobei Getreideanbau mit Weizen, Gerste und Mais überwiegt. Daneben gibt es auch Feldfutterbau, und in Ortsnähe finden sich größere Grünlandflächen.

Der inselhaft, besonders auf sandigen oder schweren Tonböden sowie an steilen Talflanken, wachsende Wald besteht vorwiegend aus Buchen und Eichen, weniger aus Nadelhölzern. An den nicht bewaldeten Talhängen, an den Stirnseiten der Schichtstufen und an den z. T. mächtigen Lesesteinriedeln haben sich wärmeliebende Buschvegetation und Halbtrockenrasen angesie­delt.

wappen kk baustertWappenbeschreibung: Die Farben Silber und blau sowie die Grafenkrone stehen für die Zugehörigkeit des Ortes ab  dem 12. Jahrhundert zu Luxemburg während der 6-strahlige Stern auf die ursprüngliche Zugehörigkeit zur Trierer Abtei St. Maximin hindeutet.

Dieses Wappen wurde anlässlich der 1000-Jahrfeier der Pfarrkirche Baustert im Jahre 1977 erarbeitet. Aufgrund einer Vorlage von Adolf Valentin (Baustert) und Überarbeitung durch Karl Becker (Malberg) hat der Ortsgemeinderat die Einführung des Wappens bzw. der Zustimmung des Entwurfs am 06.05.1977 beschlossen.

Im Ort stehen etwa 64 (2007: 40) sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zur Verfügung (Stand: 30.06.2012); 132 sozialversicherungsspflichtige Beschäftigte sind im Dorf selbst wohnhaft. Diese pendeln überwiegend nach Bitburg, Trier und in das benachbarte Luxemburg zur Arbeit. Eine Metzgerei, eine Gaststätte, Ferienwohnungen, Golfplatz mit Golfodrom, Handwerksbetriebe, ein Busunternehmen und eine Bankfiliale bilden eine recht solide Struktur und gewähren auch eine gewisse Grundversorgung der Bevölkerung. 
Im Baustert gibt es noch drei Haupt- und zwei Nebenerwerbsbetriebe. Wie überall auf den Dörfern bewirtschaften immer weniger Landwirte immer mehr Fläche, was auch nachfolgende Grafik mit den Zahlen von Baustert veranschaulicht:
lw statistik

In Baustert stehen in rund 170 Gebäuden etwa 240 Wohnungen zur Verfügung. Die Steuereinnahmekraft betrug 2011 155.227 € = 318 € / je Einwohner (2007: 162.100 € , 306/ €/EW) und lag damit leider weit unter dem Durchschnitt vergleichbarer Ortsgemeinden (478€). Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (Anteil der Gemeinden am Aufkommen der Einkommensteuer nach der Höhe der Einkommensteuerleistung ihrer Einwohner) betrug rund 103.903 = 213 € / je Einwohner (2007: = 87.400 = pro EW/165 €
.

(Quelle: Statistisches Landesamt; www.statistik.rlp.de)

luft1 Baustert liegt im Westen der Verbandsgemeinde Bitburg-Land, am Rande des Naturparks Südeifel, ca. 13 km von der Kreisstadt Bitburg und 19 km von der luxemburgischen Grenze (Vianden) entfernt. Die Gemeinde gliedert sich in den Hauptort und in die Ortsteile Baustertgraben und Berghausen. Der Hauptort befindet sich in einem Talkessel, der durch den "Mühlbach", "Watzbach" und "Eschbach" durchflossen wird. Die Ortsmitte im Hauptort (Dorfplatz) liegt ca. 290 m über NN, während sich die höchste Erhebung, nahe der Gemarkungsgrenze Feilsdorf/Hütterscheid, mit etwas über 420 m befinden dürfte. Knapp 1/4 der insgesamt 448 ha umfassenden Gemarkung ist mit Wald bestanden. Baustert wurde das Prädikat "Fremdenverkehrsgemeinde" verliehen. Dementsprechend wurde dem Ort im Regionalen Raumordnungsplan u.a. die Funktion "Erholung" zugewiesen.