Freiw. Feuerwehr

B.125Am Samstag, dem 03. Januar trafen sich die aktiven Mitglieder der FF Baustert zu einem Übungstag im Gerätehaus. Auf dem Programm standen theoretische Unterrichtseinheiten über grundlegende Dinge, die ein Feuerwehrmann im Einsatz- und Übungsdienst wissen und beachten muss. Dieser theoretische Unterrichtstag wird ergänzt durch die praktischen Übungen, die das ganze Jahr über stattfinden.
Zuerst stand das Thema Gefahren der Einsatzstelle an. Im Einsatz gibt es eine Vielzahl von Gefahren, die es zu erkennen und von sich abzuwenden und zu bekämpfen gilt. Das fängt schon bei der Fahrt zum Gerätehaus und dann zur Einsatzstelle an.
Um dann die vielen Gefahren...

an der Einsatzstelle selbst richtig erkennen zu können und auch keine zu vergessen, bedient man sich einer Matrix.
                      

A

Angst/Panik     

(bei Opfern/Menschen/Tieren/Einsatzkräften)

A

Atemgifte

(durch Brandrauch oder Chemikalien)

A

Atomare   Gefahren

(eher selten bei uns, aber nicht unmöglich)

A

Ausbreitung   

(Gefahrenausbreitung)

C

Chemische Gefahren

(austredende oder brennende Chemikalien/Mineralöle

E

Elektrizität

(birgt vielerlei Gefahren für uns)

E

Erkrankung/Ansteckung

(vor Allem bei Unfällen)

E

Einsturz

(bei Unfällen oder Bränden)

E

Explosion

(Flash Over/Backdraft)


Diese Matrix erleichtert es jedem Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau die Gefahren zu erkennen, insbesondere dem Einsatzleiter. Er muss die Gefahren, die ihn an der Einsatzstelle erwarten, nicht nur erkennen, sondern auch in eine Reihenfolge bringen, welche Gefahr als erstes bekämpft werden muss und mit welchen Mitteln. Auch die UVV (Unfallverhütungsvorschrift) ist teil dieses Unterrichts.
Dann ging es weiter mit dem neuen Digitalfunk, der sich so langsam aber sicher in unserem Kreis etabliert. Es sind nicht nur die neue Technik der Übertragung, über die man reden muss, auch die Geräte sind alle neu und von der Bedienung her ganz anders als die bisher benutzte analoge Technik. Es verlangt viel Übung, bis die wichtigsten Handgriffe sitzen.
Nach einer Mittagspause ging es dann weiter mit den Themen „Wasserförderung“ und „Atemschutzüberwachung“.
Bei der Wasserförderung müssen die Maschinisten nicht nur ihre Pumpe beherrschen, sondern auch noch einige Dinge hinsichtlich der Druckverhältnisse vor und hinter der Pumpe beachten. Außerdem ist wichtig, dass jeder in der Feuerwehr mit der Pumpe umgehen kann und Wasser an die Strahlrohre bekommt. Denn die ausgebildeten Maschinisten sind ja auch nicht immer da, wenn es brennt.
Unter Atemschutzüberwachung versteht man die Überwachung der Leute, die unter Atemschutz vorgehen. In den Geräten gibt es nur einen begrenzten Vorrat an Atemluft. Nach 20-30 Minuten ist die Flasche leer, und dann müssen die Leute den Gefahrenbereich verlassen haben. Damit der Geräteträger nicht vergisst auf seinen Druck zu achten, wird dieser zusätzlich von außen überwacht und regelmäßig abgefragt. Sollte es zu Schwierigkeiten kommen, steht draußen noch ein vollwertig ausgerüsteter Trupp bereit, um notfalls die Leute im Innenangriff zu retten. Auch hier ist eine gute Ausbildung sehr wichtig, da geht’s unmittelbar um die Gesundheit oder gar das Leben von unseren Kameraden.
Zum Abschluss wurden nochmal die wichtigsten Knoten geübt. Gegen 15:00 Uhr wurde dann der Feierabend eingeläutet.
Gerade in den Wintermonaten versuchen wir immer mal einen solche Übungstag durchzuführen. Ich danke allen Teilnehmern und Helfern für ihr Kommen und ihre Unterstützung.

B.600