Brauchtum

In Baustert haben die Kinder und Jugendlichen des 4. bis 8. Schuljahres in den vergangenen Wochen mit enormem Einsatz die Vorbereitungen zum Hüttenbrennen erledigt. Dazu wurden Reisig, Hecken und Bäume gefällt und zusammengetragen. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurden die Weihnachtsbäume eingesammelt. Anhängerweise wurde das Brenngut zum „Kreuzberg“ transportiert, wo das Hüttenfeuer am Schafsonntag von der Feuerwehr und den jungen Helfern aufgestellt wird. Die Jugendlichen freuen sich schon jetzt auf viele Zuschauer am Sonntagabend um 19:00 Uhr!

Liebe Kinder, Jugendliche und Eltern aus unserer Dörfergemeinschaft. Leider konnte dieses Jahr keine Kinderkappensitzung in Baustert stattfinden, da wir nicht genug Gruppen zusammen bekommen haben. 2015 möchten wir wieder einen Versuch starten. Es wäre sehr traurig, wenn diese Tradition nicht weiterleben würde. Deswegen hoffen wir auf eine rege Teilnahme im nächsten Jahr. Mitmachen kann JEDER! Gesucht werden Kinder und Jugendliche, die Spaß an Tänzen, Sketchen oder sonstigen Vorträgen haben. Von 3 bis 16 Jahren (oder auch älter, wer Lust hat)sind uns alle herzlich willkommen.Wir hoffen auch auf die Bereitschaft der Eltern, für ihre Kinder ein paar Stunden zum Proben zu opfern, damit wir einen lustigen Nachmittag verbringen können. Auch für die teilnehmenden Kinder ist ein

solcher Tag eine Besonderheit, an die sie sich immer erinnern werden. Wir bitten also um tatkräftige Unterstützung. Die Kinderkappensitzung findet am 07. Februar statt. Die genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Bitte gebt bis zum 20. Dezember Bescheid, damit wir besser planen können. Martina Schmitz, Telefon 06527/93043

Weil nach altem Brauch vom Gloria der Messfeier am Gründonnerstagabend an bis zur Osternachtsfeier die Glocken schweigen - um auch die Erinnerung an die "glockenlose Zeit" der ersten Jahrhunderte wach zu halten - werden Schlagbretter und ähnliche Holzwerkzeuge, sogenannte „Klappern“ genutzt, um die Gläubigen an regelmäßige Gebets- und Gottesdienstzeiten zu erinnern. Über 20 Mädchen und Jungen aus Baustert und den umliegenden Orten haben diese Aufgabe in der Ortsgemeinde Baustert begeistert wahrgenommen. Die Organisation liegt dabei in der Hand der „Chefs“. Kuppherr Niklas Neuerburg organisierte in diesem Jahr die Einteilung von mehreren Gruppen, die sich dann – vom Sammelpunkt „Dorfplatz“ aus - auf den Weg machten, alle Straßen in Baustert mit „Lärm“ zu erfüllen. Am Ostersamstag konnte man dann die „große Schar“ beim „Sammeln“ beobachten. „Mohn, Mohn, Mohn, en Dotzend Eia odern Hohn“ hörte man an jedem Haus. Diesen Brauch zu pflegen, ist ein wunderbares Beispiel für gelebtes Engagement – und das schon in ganz jungen Jahren.

 

Ein besonderes Highlight für die die Jungen der 4. bis 8. Klasse, ist in jedem Jahr, das Hüttenbrennen. Bereits Wochen vorher beginnt ein fest vorgegebenes und über Jahrzehnte weitererzähltes Szenario.

 

Die Hüttenjungen werden selbstständig!

Sie suchen einen geeigneten Wald aus und sprechen mit dem Eigentümer. Es wird sich selbständig verabredet um nachmittags und an den Wochenenden die notwendigen Materialien zum Verbrennen zu sammeln. Absprachen mit der Feuerwehr zum Einsammeln der Weihnachtsbäume und zum „Binden des Kreuz“ sind zu treffen. Die verbliebenen Landwirte werden um eine Strohspende gebeten, die diese alljährlich gewähren. Dazu zählt natürlich auch der Transport.

Die Beköstigung am Nachmittag ist mittlerweile traditionell fest in der Hand der Landmetzgerei Schares aus Baustert.
Mit Würstchen, Kakao und Kaffee werden die Helfer ungeachtet der Witterung oder anderer Unwegsamkeiten pünktlich unterstützt.

 

Anschließend fanden sich alle Helfer, zahlreiche Zuschauer sowie die angehenden Hüttenjungen und Mädchen im Jugendheim ein.
In der überlieferten Tradition ist das zuletzt getrautet Ehepaar für die Beköstigung aller Beteiligten verantwortlich. Dazu wird bereits am Vortag eine Sammelaktion in den Haushalten des Dorfes durchgeführt. Neben Eiern, Milch und Mehl darf es auch ein paar Euro für die Mühen der Hüttenjungen sein.

BILD

In diesem Jahr waren die „frisch Vermählten“ Nadine und Patrik Weber, die sich das JA-Wort gaben. Patrik, der selbst lange Jahre ein gestandener Hüttenjunge in Baustert war, hatte seine Ehefrau gut Instruiert, sodass sie entsprechend den strickten Regeln der Überlieferung mit Backen, Rühren und Kochen von Nautzen, Pudding, Eiern,Kuchen und Kakao keine Schwierigkeiten hatte.

Die Hüttenjungen in diesem Jahr waren:

„Kuppherr“ Niklas Neuerburg, …..