Brauchtum

Weil nach altem Brauch vom Gloria der Messfeier am Gründonnerstagabend an bis zur Osternachtsfeier die Glocken schweigen - um auch die Erinnerung an die "glockenlose Zeit" der ersten Jahrhunderte wach zu halten - werden Schlagbretter und ähnliche Holzwerkzeuge, sogenannte „Klappern“ genutzt, um die Gläubigen an regelmäßige Gebets- und Gottesdienstzeiten zu erinnern. Über 25 Mädchen und Jungen aus Baustert und den umliegenden Orten haben diese Aufgabe in der Ortsgemeinde Baustert begeistert wahrgenommen. Die Organisation liegt dabei in der Hand der „Chefs“. Die Kuppherren organisieren die Einteilung von mehreren Gruppen, die sich dann – vom Sammelpunkt „Dorfplatz“ aus - auf den Weg machen, alle Straßen in Baustert mit „Lärm“ zu erfüllen. Am Ostersamstag konnte man dann die „große Schar“ beim „Sammeln“ beobachten.

„Mohn, Mohn, Mohn, en Dotzend Eia odern Hohn“ hörte man an jedem Haus. Diesen Brauch zu pflegen, ist ein wunderbares Beispiel für gelebtes Engagement. In diesem Jahr hat das Wetter wahrlich nicht immer mitgespielt. Die Kinder und Jugendlichen haben die Tradition trotz widrigen Wetters gerne wahrgenommen und fortgeführt. Ein großes Lob und ein recht herzliches Dankeschön gilt allen Mädchen und Jungen, die mit geklappert haben!